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Der Elternrat des
FSG ...
... wurde am 24. September 2008 von den Elternsprechern neu
gewählt.
Der Vorstand von 4 Mitgliedern ist notwendig, um die 4 Stimmen der
Elternschaft innerhalb der Schulkonferenz wahrnehmen zu können.
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Frau Annette Weißbach |
Frau Ramona Woschni |
Herr Robert Klassen |
Dr. Thorsten Liebers |
Bei Fragen oder Anregungen setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung:
Oberstufenreform
Sehr
geehrte Eltern,
das Kultusministerium des Freistaates Sachsen und damit die
Landesregierung streben eine Reform der Oberstufe (Sekundarstufe II)
an. Dieses Bestreben ist an sich positiv zu sehen, da z.B. mit der Änderung
der Auswahlkriterien für die Leistungsfächer etc. natürlich einige
andere Veränderungen einhergehen müssen. Allerdings hat sich
gezeigt, dass viele seitens Eltern, Lehrern und Schülern in der
Vergangenheit aufgezeigte Bedenken zu den beim Kultus zunächst
diskutierten Änderungsüberlegungen wie auch viele derart aufgezeigte
Mängel an bereits textlich formulierten Änderungen vom
Kultusministerium weder bedacht noch in irgend einer erkennbaren Weise
bei der finalen Formulierung der neuen Verordnungs/Gesetzestexte zur
Oberstufe einbezogen worden sind.
Seitens des Kreiselternrates Bautzen ist deshalb eine Initiative
gestartet worden, Eltern und vor allem Elternsprecher zu informieren
und zu sensibilisieren. Daraus ist letztlich der anhängende
Brief an das Kultusministerium entstanden, den wir Ihnen hiermit
zunächst zur Kenntnis geben wollen. All die Eltern, die von der
Oberstufenreform akut betroffen sind, rufen wir hiermit um Unterstützung
an.
Wir möchten Sie allerdings auch
ermutigen, falls Sie noch jüngere Kinder haben, dennoch aktiv zu
werden. Denn eines Tages, wenn Ihre Kinder in die Oberstufe wechseln,
werden auch Sie und Ihre Kinder mit den hier angesprochenen Problemen
konfrontiert sein.
Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung
Im Namen des Vorstandes des Elternsprecherrates
Dr. Liebers
„PS:
Siehe auch Artikel Sächsische Zeitung“
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Überwältigende
Elternreaktion zum Protest gegen die Oberstufenreform
Liebe
Eltern,
auf den Aufruf des Vorstands des Elternsprecherrates hat es eine überwältigende
Reaktion Ihrerseits gegeben. Zum heutigen Zeitpunkt liegen uns 256 Unterstützungsschreiben
vor!!
Dafür ganz
herzlichen Dank und uns allen ein kämpferisches "Kopf hoch, wir bewegen
etwas!".
Dazu
wäre aus meiner ganz persönlichen Sicht anzumerken:
All Ihre
Unterstützungsschreiben sind momentan auf dem Postweg an den Kultusminister (siehe
Brief) und ich hoffe natürlich, dass man dort angesichts der Masse an Rückhalt
auch aktiv wird. Mit Blick auf z.Z. knapp über 500 Schüler an unserem
Gymnasium hat sich bisher schon jedes 2. Elternpaar dem Protest angeschlossen.
Und es ist abzusehen, dass noch einige Stimmen folgen werden, die wir natürlich
auch dem Kultusminister zur Kenntnis geben werden!
Es muss insofern einfach eine adäquate Reaktion beim Kultus geben. Immerhin
meint man im Kultusministerium ja auch, dass 23,3859 % der sächsischen
Wahlberechtigten Legitimation genug sind, die bisherige Oberstufenreform als vom
Volke gewollt ins Leben zu rufen!
Zurück zum
unpersonifizierten Kontext:
Innerhalb
der Schulklassen ist nach Aussage der Lehrer das Schreiben aus unseren Reihen
intensiv diskutiert worden. Dabei hat es Gespräche gegeben, worin denn der
Vorwurf an den Kultus bestünde. Dazu ist anzumerken:
Die
Unterbindung der Abwahl allgemeinbildungsrelevanter Fächer ist absolut zu begrüßen.
Es wird zu recht kritisiert, dass sich Abiturienten mit exzellenten Noten in
Religion, Kunst und Sport für z.B. ein Medizinstudium bewerben, dabei "zufällig"
Fächer wie Biologie oder Chemie abgewählt haben. Wer dies beklagt, hat
vollkommen Recht, darf dort aber nicht abbrechen.
Kritikpunkte
unsererseits bestehen definitiv z.B. im Hinblick auf Fragen wie:
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Warum
ist es nicht mehr möglich, in Vorbereitung eines Medizin- oder
Biologiestudiums das Fach Biologie als Leistungskurs anzuwählen?
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Warum
ist mir als Abiturient vorgeschrieben, welche Fächer ich als Leistungskurs
wählen kann / muss und welche definitiv nicht? Das Gesetz sagt dazu: Jeder
Schüler belegt als erstes Leistungskursfach Deutsch oder Mathematik.
Zweites Leistungskursfach kann nach Wahl des Schülers eine fortgeführte
Fremdsprache, Physik oder Geschichte sowie an einigen Gymnasien
auch Kunst oder Chemie sein.
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Warum
ist die zweite Fremdsprache in der aktuellen Oberstufenreform stundenmäßig
höher eingestuft als die 1. Fremdsprache? Brauchen unsere Abiturienten ab
Klasse 11 keine umfassende Englischausbildung mehr?
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Warum
ist jegliche Möglichkeit entfallen, einen ggf. mal schwächeren Kurs
durch einen andern zu ersetzen?
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Die
durch die KMK vorgegebene Formel der Abiturpunktzahlberechnung führt dazu, dass
der Mehraufwand sächsischer Schüler überhaupt nicht honoriert wird. Ein sächsischer
Schüler bekommt z.B. für seine Leistungen in 60 Kursen, die er mit 10
Punkten (immerhin Note 2!) abschließt, nicht mehr Punkte angerechnet als ein
Schüler aus einem anderen Bundesland, der 40 Kurse mit 10 Punkten
beendet.
Die Einführung
der Reform erfolgte überstürzt, Lehrpläne wurden nicht dem reduzierten
Stundenangebot angepasst (vor allem bei den Naturwissenschaften) bzw. die Lehrer
nur ungenügend darauf vorbereitet. Und auch die Lehrbücher stehen zum Teil bis
heute nicht oder nur in nicht genügender Zahl zur Verfügung. Dadurch wird das
Lernen zusätzlich erschwert.
Es
kommen andere Punkte hinzu, die hier nicht im Detail ausgeführt werden können.
Fakt ist und bleibt, dass die Schüler der jetzigen 11. Klassen benachteiligt
sind (und es bleibt zu befürchten, dass es den Nachfolgern OHNE Korrekturen
nicht anders ergeht) und es ihnen schwer fallen wird, sich im Konkurrenzkampf
mit den anderen Abiturienten anderer Bundesländer zu behaupten.
Das
versuchen wir zu vermeiden oder zumindest zukünftig abzuschwächen!
In dem Sinne erhoffen wir auch die Unterstützung der Eltern, die bisher noch
gezögert haben.
Allen, die sich aktiv mit der Materie auseinandersetzen sei unabhängig von
ihrer Entscheidung herzlich Dank gesagt.
Herzliche
Grüße
i.A.
Dr. Thorsten
Liebers
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