Eltern
Schule Schüler Eltern Förderverein

 

Der Elternrat des FSG ...

   ... wurde am 24. September 2008 von den Elternsprechern neu gewählt.
Der Vorstand von 4 Mitgliedern ist notwendig, um die 4 Stimmen der Elternschaft innerhalb der Schulkonferenz wahrnehmen zu können.

Frau Annette Weißbach

Frau Ramona Woschni

Herr Robert Klassen

Dr. Thorsten Liebers

    Bei Fragen oder Anregungen setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung:  

Dr. Thorsten Liebers, Sprecher des Vorstands

            035952 33367

            Thorsten.Liebers@tu-dresden.de

 

Annette Weißbach, Stellvertreterin des Sprechers

            035955 73934

            MaanWeiba@aol.com

 

 

Oberstufenreform

Sehr geehrte Eltern, 
das Kultusministerium des Freistaates Sachsen und damit die Landesregierung streben eine Reform der Oberstufe (Sekundarstufe II) an. Dieses Bestreben ist an sich positiv zu sehen, da z.B. mit der Änderung der Auswahlkriterien für die Leistungsfächer etc. natürlich einige andere Veränderungen einhergehen müssen. Allerdings hat sich gezeigt, dass viele seitens Eltern, Lehrern und Schülern in der Vergangenheit aufgezeigte Bedenken zu den beim Kultus zunächst diskutierten Änderungsüberlegungen wie auch viele derart aufgezeigte Mängel an bereits textlich formulierten Änderungen vom Kultusministerium weder bedacht noch in irgend einer erkennbaren Weise bei der finalen Formulierung der neuen Verordnungs/Gesetzestexte zur Oberstufe einbezogen worden sind.
Seitens des Kreiselternrates Bautzen ist deshalb eine Initiative gestartet worden, Eltern und vor allem Elternsprecher zu informieren und zu sensibilisieren. Daraus ist letztlich der anhängende Brief an das Kultusministerium entstanden, den wir Ihnen hiermit zunächst zur Kenntnis geben wollen. All die Eltern, die von der Oberstufenreform akut betroffen sind, rufen wir hiermit um Unterstützung an.
Wir möchten Sie allerdings auch ermutigen, falls Sie noch jüngere Kinder haben, dennoch aktiv zu werden. Denn eines Tages, wenn Ihre Kinder in die Oberstufe wechseln, werden auch Sie und Ihre Kinder mit den hier angesprochenen Problemen konfrontiert sein.
Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung
Im Namen des Vorstandes des Elternsprecherrates
Dr. Liebers

PS: Siehe auch Artikel Sächsische Zeitung“

 

Überwältigende Elternreaktion zum Protest gegen die Oberstufenreform

Liebe Eltern,
auf den Aufruf des Vorstands des Elternsprecherrates hat es eine überwältigende Reaktion Ihrerseits gegeben. Zum heutigen Zeitpunkt liegen uns 256 Unterstützungsschreiben vor!!
Dafür ganz herzlichen Dank und uns allen ein kämpferisches "Kopf hoch, wir bewegen etwas!".

Dazu wäre aus meiner ganz persönlichen Sicht anzumerken:

All Ihre Unterstützungsschreiben sind momentan auf dem Postweg an den Kultusminister (siehe Brief) und ich hoffe natürlich, dass man dort angesichts der Masse an Rückhalt auch aktiv wird. Mit Blick auf z.Z. knapp über 500 Schüler an unserem Gymnasium hat sich bisher schon jedes 2. Elternpaar dem Protest angeschlossen. Und es ist abzusehen, dass noch einige Stimmen folgen werden, die wir natürlich auch dem Kultusminister zur Kenntnis geben werden!
Es muss insofern einfach eine adäquate Reaktion beim Kultus geben. Immerhin meint man im Kultusministerium ja auch, dass 23,3859 % der sächsischen Wahlberechtigten Legitimation genug sind, die bisherige Oberstufenreform als vom Volke gewollt ins Leben zu rufen!

Zurück zum unpersonifizierten Kontext:

Innerhalb der Schulklassen ist nach Aussage der Lehrer das Schreiben aus unseren Reihen intensiv diskutiert worden. Dabei hat es Gespräche gegeben, worin denn der Vorwurf an den Kultus bestünde. Dazu ist anzumerken:

Die Unterbindung der Abwahl allgemeinbildungsrelevanter Fächer ist absolut zu begrüßen. Es wird zu recht kritisiert, dass sich Abiturienten mit exzellenten Noten in Religion, Kunst und Sport für z.B. ein Medizinstudium bewerben, dabei "zufällig" Fächer wie Biologie oder Chemie abgewählt haben. Wer dies beklagt, hat vollkommen Recht, darf dort aber nicht abbrechen.

Kritikpunkte unsererseits bestehen definitiv z.B. im Hinblick auf Fragen wie:

Warum ist es nicht mehr möglich, in Vorbereitung eines Medizin- oder Biologiestudiums das Fach Biologie als Leistungskurs anzuwählen?

Warum ist mir als Abiturient vorgeschrieben, welche Fächer ich als Leistungskurs wählen kann / muss und welche definitiv nicht? Das Gesetz sagt dazu: Jeder Schüler belegt als erstes Leistungskursfach Deutsch oder Mathematik. Zweites Leistungskursfach kann nach Wahl des Schülers eine fortgeführte Fremdsprache, Physik oder Geschichte sowie an einigen Gymnasien auch Kunst oder Chemie sein. 

Warum ist die zweite Fremdsprache in der aktuellen Oberstufenreform stundenmäßig höher eingestuft als die 1. Fremdsprache? Brauchen unsere Abiturienten ab Klasse 11 keine umfassende Englischausbildung mehr? 

Warum ist jegliche Möglichkeit entfallen, einen ggf. mal schwächeren Kurs durch einen andern zu ersetzen?

Die durch die KMK vorgegebene Formel der Abiturpunktzahlberechnung führt dazu, dass der Mehraufwand sächsischer Schüler überhaupt nicht honoriert wird. Ein sächsischer Schüler bekommt z.B. für seine Leistungen in 60 Kursen, die er mit 10 Punkten (immerhin Note 2!) abschließt, nicht mehr Punkte angerechnet als ein Schüler aus einem anderen Bundesland, der 40 Kurse mit 10 Punkten beendet.

Die Einführung der Reform erfolgte überstürzt, Lehrpläne wurden nicht dem reduzierten Stundenangebot angepasst (vor allem bei den Naturwissenschaften) bzw. die Lehrer nur ungenügend darauf vorbereitet. Und auch die Lehrbücher stehen zum Teil bis heute nicht oder nur in nicht genügender Zahl zur Verfügung. Dadurch wird das Lernen zusätzlich erschwert.

Es kommen andere Punkte hinzu, die hier nicht im Detail ausgeführt werden können. Fakt ist und bleibt, dass die Schüler der jetzigen 11. Klassen benachteiligt sind (und es bleibt zu befürchten, dass es den Nachfolgern OHNE Korrekturen nicht anders ergeht) und es ihnen schwer fallen wird, sich im Konkurrenzkampf mit den anderen Abiturienten anderer Bundesländer zu behaupten.

Das versuchen wir zu vermeiden oder zumindest zukünftig abzuschwächen!
In dem Sinne erhoffen wir auch die Unterstützung der Eltern, die bisher noch gezögert haben.
Allen, die sich aktiv mit der Materie auseinandersetzen sei unabhängig von ihrer Entscheidung herzlich Dank gesagt.

Herzliche Grüße
i.A.
Dr. Thorsten Liebers